Das Wetter war sommerlich, als vom 20. bis 22. September das zweite CampusAsyl-Wochenende dieses Jahres stattfand, traditionell im idyllischen Veitsbuch. Wir waren 22 Teilnehmer aus verschiedenen Projekten und Ländern, die drei Tage mit schönen Gesprächen, interessanten Workshops, lustigen (Kennenlern-)Spielen, gemeinsamem Kochen, Singen und Tanzen verbrachten.

Zentraler Punkt des Wochenendes war diesmal aber die gemeinsame Arbeit an einem Wertebild für CampusAsyl. Das Wertebild soll allen, die etwas über CampusAsyl erfahren wollen, sich im Verein neu einbringen möchten oder dort bereits aktiv sind, Orientierung geben. Es vermittelt wer wir sind, wie wir arbeiten, was uns ausmacht und was uns verbindet. Dabei kann man sich CampusAsyl wie einen Baum vorstellen: Seine Krone wird von den Projekten und Aktivitäten des Vereins gebildet. Die Äste wachsen in alle Richtungen und treiben stehts neu aus. Die Krone wird von einem starken Stamm getragen, der aus den Strukturen des Vereins besteht. Die Geschäftsstelle, der Beirat, der Vorstand und die Freiwilligen stemmen die Projekte und Vorhaben. Ein Baum hat seinen Ursprung aber in den Wurzeln, sie verankern sowie nähren ihn und verleihen ihm seine Kraft. Diese Wurzeln sind gleichzusetzen mit den Werten von CampusAsyl.

Da unser Verein Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammenbringt, versuchten wir im ersten Schritt den Begriff „Wert“ in mehrere Sprachen zu übersetzen, um so über seine Bedeutung nachzudenken. So lautet er beispielsweise „Charaff“ auf Tschadisch-Arabisch, „Iset“ auf Amharisch und „Mardutho“ auf Assyrisch. Im Anschluss nutzten wir die warmen Temperaturen und verteilen uns in Gruppen im Garten der Unterkunft. Ausgerüstet mit Stiften und bunten Zetteln hielten wir fest, welche Werte wir speziell mit CampusAsyl verbinden und unserer Meinung nach für den Verein am wichtigsten sind. Als wir die Ergebnisse schließlich in großer Runde zusammentrugen, entstand ein farbenfrohes Plakat aus verschiedensten Werten. Es entspann sich eine lange Diskussion um das Thema; doch je intensiver wir darüber sprachen, umso klarer wurde, dass allgemeiner Konsens darüber bestand, was CampusAsyl ausmacht. So gehört dazu beispielsweise Offenheit, mit der wir das Interesse an den verschiedenen Kulturen sowie am Individuum verbinden. Damit hängt auch die Akzeptanz gegenüber anderen Ansichten zu bestimmen Themen zusammen. Als wichtig erachteten wir auch eine kritische Selbstreflexion, das ständige Hinterfragen der eigenen Meinung sowie die Bereitschaft zum Umdenken. Wichtigster Punkt war für uns das „wert“schätzende Miteinander, das nach unserer Ansicht die Grundlage für die Zusammenarbeit bei CampusAsyl bildet.

Als wir unserer Zelte in Veitsbuch wieder abbrachen, zeigte sich, dass Zusammenarbeit beziehungsweise Zusammenhalt bei CampusAsyl tief verwurzelt sind. In kürzester Zeit brachten wir unsere Unterkunft wieder auf Vordermann, jeder half tatkräftig mit. Wir waren ein Stück weit wehmütig, als wir uns auf die Heimreise machten, da sich neue und engere Freundschaften gebildet hatten. Im Gepäck hatten wir aber ein Gerüst für das Wertebild von CampusAsyl, das in den nächsten Wochen fertige Formen annehmen wird.



31.10.2019 10:22,
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