Vom 15. – 28.03.2021 wurden die Internationalen Wochen gegen Rassismus auch in Regensburg mit einem vollen Veranstaltungskalender begangen (https://www.regensburg.de/wochengegenrassismus). Wie schon in den letzten Jahren, rief der Integrationsbeirat der Stadt Regensburg dazu auf, das Programm mitzugestalten und CampusAsyl war natürlich gern wieder mit dabei.

Unter dem Titel: „Was ist Diskriminierung? Und was mache ich wenn…“  veranstaltete CampusAsyl einen sehr erfolgreichen und komplett ausgebuchten Workshop mit den beiden Antidiskriminierungsexpertinnen Sarah Morcos (Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V. / Geschäftsführung unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg) und Léa Rei (Beraterin und Mitarbeiterin bei before in München). Da sich die meisten Teilnehmer*innen schon häufiger mit den Themen Rassismus und allgemeine Diskriminierungsstrukturen beschäftigt hatten, war das Besondere an diesem Workshop, dass es nach einer theoretischen Einführung bzw. Auffrischung gleich tief ins Thema ging und viel Raum gegeben wurde, um sich selbst zu reflektieren und so am Ende jede*r weitere Denkanstöße mitnehmen konnte.

Das Herzstück der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist der von der UN ausgerufene Tag gegen Rassismus am 21.03. An diesem Tag wird an ein Massaker im Jahr 1960 in der Stadt Sharpeville in Südafrika erinnert, bei dem 69 Schwarze Menschen von Polizisten erschossen und viele weitere verletzt wurden. In Regensburg wird dieser Tag jedes Jahr mit einer Kundgebung am Neupfarrplatz begangen, ebenfalls organisiert durch den Integrationsbeirat. Dabei wurde der Neupfarrplatz dieses Jahr durch die Aktion „SAY THEIR NAMES“ temporär in Fatih Saraçoğlu Platz umbenannt. Der in Regensburg aufgewachsene Fatih Saraçoğlu ist eines der 9 Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau im Jahr 2020. Ihm und den vielen weiteren Opfern rassistischer Gewalt soll mit dieser Aktion gedacht werden. Trotz kalten und windigen Wetters sowie der pandemiebedingten Hygienemaßnamen war die Kundgebung mit ca. 100 Menschen gut besucht und auch hier war CampusAsyl prominent durch eine Rede unseres Vorstandmitglieds Youssouf Issakha Adam. Youssouf sprach zum einen aus der Sicht einer von Rassismus betroffenen Person, weitete aber den Blick auf weitere Diskriminierungsformen, die wir gemeinsam bekämpfen müssen. Er benutzte hierbei die Metapher einer Uhr: wer sich selbst und seine diskriminierenden Einstellungen nicht ändern will, ist wie eine Uhr die stehen geblieben ist. Wir leben aber in einer modernen Gesellschaft und müssen daher versuchen, wie eine moderne Uhr immer weiter zu ticken. Hierzu können wir uns als gesamter Verein nur anschließen: Lasst unsere Uhr zusammen weiterticken lassen!

 

Text: Sophia Neidhardt
Foto: Bilddokumentation Stadt Regensburg



29.03.2021 13:34,
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