Bashar und Zuzi sind ein Team. Das sieht man auch bei Covid-19-bedingten 1,5 m Abstand! Die beiden kennen sich seit einem knappen Jahr; kennen gelernt haben sie sich über das Sprachpaten-Projekt, das aktuell wieder nach vielen Freiwilligen sucht. Und welchen besseren Weg gäbe es, kräftig für dieses wichtige Projekt Werbung zu machen, als euch eines der erfolgreichen Teams vorzustellen?

Zuzi und Bashar sind also so ein Team. Das Sprachpaten-Projekt hat die beiden miteinander in Kontakt gebracht. Das ging ganz einfach, über E-Mail. „So habe ich meine Lehrerin gefunden“, erzählt Bashar und grinst. Er war zu diesem Zeitpunkt erst ein knappes halbes Jahr in Deutschland und wollte unbedingt mehr Kontakt zu Leuten in Regensburg außerhalb seines Deutsch-Kurses bekommen. Den hat er unabhängig vom Sprachpaten-Projekt gemacht, war aber auf der Suche nach jemandem, der ihm dabei hilft, noch besser Deutsch zu sprechen. Denn: „Sprache ist wichtig. Sie öffnet viele Türen“, sagt er.

Genau das will auch das Sprachpaten-Projekt: Geflüchtete dabei unterstützen, auch außerhalb der Deutsch-Kurse Deutsch zu sprechen und so die Sprache schneller und besser zu lernen. Und: Einfach Kontakte zu knüpfen.

Das hat bei Bashar und Zuzi in jedem Fall gut funktioniert. Wie genau? „Ganz am Anfang haben wir uns einfach getroffen und ein bisschen gequatscht“, meint Zuzi. „Bashar hatte zu dieser Zeit noch seinen Deutschkurs. Da habe ich ihm auch angeboten, Dinge aus dem Kurs noch einmal zu erklären. Und dann haben wir auch einfach Brettspiele gespielt.“

Richtig intensiv miteinander Deutsch gepaukt haben die beiden erst, als Bashars Prüfung im Deutschkurs bevorstand. „Die hat er dann auch auf Anhieb geschafft“, meint Zuzi stolz. Seither geht das Deutsch-Lernen bei den beiden wieder lockerer zu. Sie verbringen einfach Zeit zu zweit oder auch mit Zuzis Familie und Freund. Klingt simpel – ist es auch. Der Effekt ist trotzdem nicht zu vernachlässigen: „Weil Zuzanna, meine Lehrerin, sich viel Mühe gegeben hat, kann ich jetzt Deutsch verstehen“, ist sich Bashar sicher.

Dass es auch um mehr geht als um das Bestehen des Deutsch-Kurses, wird deutlich, als Bashar von der Zeit der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegen Covid-19 erzählt. „Meine Lehrerin wollte mich nicht im Stich lassen. Wir haben immer E-Mails oder Whats-App-Nachrichten auf Deutsch geschickt. Ich hatte viele Fragen und habe viele neue Wörter nicht verstanden – und sie hat mir immer geholfen.“ Dass ihm ganz einfach auch die Freundschaft in dieser unsicheren Zeit gutgetan hat, ist nicht schwer zu erkennen. Zuzi lacht. „Du sollst nicht für mich Werbung machen, sondern für das Sprachpaten-Projekt.“

Diesen Faden aufgreifend, fragen wir noch danach, was das beste am Sprachpaten-Projekt ist, muss Zuzi nicht lange überlegen. „Es kostet nichts“, sagt sie schlicht. Damit ist nicht (nur) Geld gemeint. Man müsse auch nicht viel Zeit investieren und keine besonderen Fähigkeiten mitbringen. Um mit einem oder einer Geflüchteten Deutsch zu üben, müsse man einfach nur bereit sein, sich ab und zu zu treffen. Das kann zu zweit sein – man kann den anderen aber auch einfach mitnehmen zu Treffen mit Freunden oder der Familie. „Man verliert also nichts, gewinnt aber Freundschaft.“ Und Bashar? Der strahlt über das ganze Gesicht. „Ich bin total glücklich“, sagt er. „Ich habe hier jetzt eine kleine Familie. Zuzi und ihr Freund und ihre Familie. Deswegen habe ich viel Kontakt – und bin glücklich.“

Eigentlich sind das schon mehr als genug Gründe um gleich eine E-Mail an patenschaften@campus-asyl.de zu schreiben, und sich für das Projekt anzumelden. Falls es aber noch zwei mehr braucht: Das Sprachpatenprojekt verbindet gute Betreuung durch die Projektkoordinatorinnen mit sehr viel Freiheit: Wie oft sich ein Team trifft, ist ganz den beiden Beteiligten überlassen. Und (ein kleines Zuckerl für Studierende): Die Teilnahme am Sprachpaten-Projekt lässt sich im Zertifikatsstudiengang Migration & Bildung auch noch als Praktikum anrechnen!

Noch mehr Infos gibt es auch unter: https://www.campus-asyl.de/projekte/unterstuetzung-in-bildungsprozessen/sprachpatenschaften/

 

 



30.06.2020 12:45,
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