Am 19. und 20. Juni 2018 fand die erste, interdisziplinäre Tagung des Wissenschaftsnetzwerkes Migration und Integration an der Universität Regensburg statt. Sie erreichte durchweg 30-50 Teilnehmende insbesondere aus Bayern und Baden-Württemberg, darunter Studierende und Lehrende der Hochschulen in Regensburg und Umgebung, interessierte BürgerInnen und ehrenamtlich Engagierte sowie Berufstätige aus dem Anwendungsbereich Flucht, Asyl, Integration.

Die Beiträge von ProfessorInnen, Dozierenden und Studierenden aus neun Forschungsdisziplinen boten einen vielseitigen Einblick in aktuelle Forschungsstände, fachspezifische Erkenntnisse und weiterhin offene Fragen zum Themenkomplex Migration und Integration. Insgesamt konnte das Wissenschaftsnetzwerk für alle Forschungsfelder folgende Schlussfolgerungen ziehen:

– In allen Fächern, die bei der Tagung vertreten waren, wurden Defizite in der Forschung deutlich.

– Es besteht der einhellige Wunsch nach interdisziplinärem Austausch.

– Die einzelnen Fächer müssen sich ihrer Bedeutung für das Forschungsthema “Flucht” bewusst werden; es bedarf einer “Selbstvergewisserung”.

– Von grundlegender Bedeutung ist die Klärung der Begrifflichkeiten im jeweiligen Fachkontext (Bsp. “Menschen mit Migrationshintergrund”).

– Im Fokus sollte immer ein humanitärer Ansatz stehen.

– Abschließend kann festgehalten werden, dass der Themenkomplex “Migration und Flucht” ein lohnenswertes Forschungsfeld darstellt, das es weiter zu füllen gilt.

Die einzelnen Ergebnisse der Tagung sollen in einer Publikation festgehalten werden. Darüber hinaus strebt das Wissenschaftsnetzwerk für das kommende Frühjahr ein Austauschtreffen an, in dem weitere Perspektiven und ggf. die Organisation einer zweiten Tagung diskutiert werden.

Die Preisverleihung für ausgezeichnete Masterarbeiten zum Themenbereich „Auseinandersetzung mit der Situation Geflüchteter in Deutschland“ war mit ca. 90 Gästen, u.a. Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, sehr gut besucht. Die in diesem Rahmen eröffnete Ausstellung „Zwischenräume. flüchten – warten – Wohnen“, konzipiert von Lehrenden und Studierenden der Vergleichenden Kulturwissenschaft, wird noch bis zum 15. August im Foyer der Zentralbibliothek der Universität Regensburg zu sehen sein. 

Das vollständige Programm der Tagung ist hier zu finden.


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