CampusAsyl wurde Ende 2014 an der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule gegründet. Seitdem unterstützt der Verein mit mehreren hundert Freiwilligen und 18 Projekten geflüchtete Menschen und deren Integration in unsere Gesellschaft.

Ursprungsidee und tragender Gedanke von CampusAsyl ist es, die Ressourcen des Campus in der Arbeit für und mit Geflüchteten zu nutzen. Dies geschieht u.a. durch das ehrenamtliche Engagement zahlloser Studierender in CampusAsyl-Projekten, fachliche Projekt-Kooperationen mit Lehrbereichen und die Förderung von Forschung im Themenkomplex Flucht, Asyl und Integration. Gleichzeitig engagieren sich in fast allen CampusAsyl-Projekten auch Bürgerinnen und Bürger der Regensburger Stadtgesellschaft. Die Mischung von Studierenden und RegensburgerInnen bereichert die Projektgestaltung, schafft mehr Anknüpfungspunkte zur Regensburger Gesellschaft und ermöglicht Geflüchteten, Personen aller Altersklassen kennenzulernen.

Neben der unmittelbaren praktischen Hilfeleistungen für Geflüchtete zielt CampusAsyl vor allem auf eine partnerschaftliche Arbeit mit ihnen ab. Die Menschen, denen wir in unseren Projekten begegnen, sind nicht Objekte von Zuwendung, sondern Subjekte, die sich im Rahmen von CampusAsyl artikulieren und ihre Zukunft gemeinsam mit uns gestalten können (siehe z.B. Beirat)

Das übergeordnete Ziel der Arbeit von CampusAsyl ist die Integration Geflüchteter, im Sinne gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe. Nähere Infos zu unserem Integrationsverständnis, das wir durchaus als dynamisch begreifen und kontinuierlich kritisch reflektieren, findet sich hier. CampusAsyl stützt seine Arbeit dabei auf drei Säulen:

 

 Begegnung ermöglichen


In 18 CampusAsyl-Projekten lernen Geflüchtete und RegensburgerInnen einander auf verschiedenen Wegen kennen. Von direkten praktischen Hilfeleistungen wie der Kleiderkammer über Freizeitangebote in den Bereichen Sport, Musik oder Kunst bis hin zu Hochschulmentoring – CampusAsyl zeichnet sich ganz besonders durch die Vielfalt seiner Projekte aus. In ihnen kann Begegnung zwischen Ankommenden und Einheimischen stattfinden, kann Unterstützung geleistet werden und können Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut werden. Gemeinsam kann somit ein Signal für eine Willkommenskultur gesetzt werden und ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg der gesellschaftlichen Integration gegangen werden.

 

 Engagement stärken


Die Freiwilligen und ihr Einsatz in den Projekten sind das Herzstück von CampusAsyl. Ein bis zwei ProjektleiterInnen koordinieren und realisieren, gemeinsam mit allen Freiwilligen, möglichst selbstständig die Organisation und Durchführung ihres Projekts. Der Verein unterstützt die Freiwilligen dabei mit einem ausführlichen Fortbildungsprogramm, organisatorischer Hilfestellung (z.B. bei der Gewinnung neuer Freiwilliger oder der Bereitstellung von Räumen), selbst verwalteten Projektbudgets, Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Vernetzung mit anderen Initiativen und der Interessensvertretung gegenüber offiziellen Stellen.

 

 Wissenschaftlich fundiert arbeiten


Als Netzwerk von Hochschulen und Zivilgesellschaft besteht ein zentraler Grundpfeiler der Arbeit von CampusAsyl in der Förderung von Forschung im Themekomplex Flucht, Migration, Integration und Ehrenamt. Hierzu initiierte CampusAsyl Anfang 2017 die Gründung eines interdisziplinären Wissenschaftsnetzwerkes an Universität und OTH Regensburg. Geplant sind die jährliche Vergabe eines Nachwuchsförderpreises für besonders gelungene Abschlussarbeiten im Themenbereich, die Dokumentation bestehender Lehre und Forschung an den Hochschulen sowie die Durchführung wissenschaftlicher Tagungen. Darüber hinaus lassen wir wissenschaftliche Erkenntnisse, wo möglich und sinnvoll, in unsere praktische Arbeit in den Projekten einfließen.

 

 


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